Osteopathie, Gynäkologie und Geburtshilfe
Hinweis: Die osteopathische Behandlung ersetzt keine medizinische oder geburtshilfliche Betreuung. Die nachfolgend dargestellten Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine medizinische Beratung. Bei Beschwerden wende Dich bitte an Deine Ärztin, Deinen Arzt oder Deine Hebamme.
Wunderwerk weiblicher Körper

Während der Schwangerschaft passt sich der weibliche Körper auf beeindruckende Weise an, um das heranwachsende Baby zu unterstützen. Jede Phase, vom ersten bis zum dritten Trimenon, bringt einzigartige Veränderungen mit sich, die den Körper fordern und auf die Geburt vorbereiten. Erstes Trimenon – Sanfte Vorbereitung auf Großes: In den ersten drei Monaten beginnen hormonelle Veränderungen, die die Basis für die Schwangerschaft legen. Hormone wie Progesteron, Östrogen und Relaxin helfen, Gewebe und Bänder elastischer zu machen, um Platz für die wachsende Gebärmutter zu schaffen. Gleichzeitig steigt das Blutvolumen an, um die Versorgung des Embryos sicherzustellen. Viele Frauen spüren in dieser Phase erste Veränderungen, die sich potenziell mit Müdigkeit, Kurzatmigkeit oder Spannungsgefühlen zeigen können – Zeichen dafür, dass der Körper an einem kleinen Menschen arbeitet. Zweites Trimenon – Dein Körper findet seine Balance: Ab dem vierten Monat werden die körperlichen Anpassungen sichtbarer. Das Baby wächst, und der Körperschwerpunkt verlagert sich nach vorne, was den Rücken- und Beckenbereich stärker beanspruchen kann. Die Gebärmutter dehnt sich weiter aus und kann auf benachbarte Organe drücken, was Auswirkungen auf die Atmung oder die Verdauung haben kann. Gleichzeitig arbeitet das Bindegewebe auf Hochtouren, um Raum für das Baby zu schaffen. Oft empfinden Frauen diese Phase der Schwangerschaft als besonders angenehm, da sich der Körper an die Veränderungen gewöhnt. Drittes Trimenon – Starke Unterstützung für die Geburt: In den letzten Monaten der Schwangerschaft bereitet sich der Körper intensiv auf die Geburt vor. Das zunehmende Gewicht des Babys fordert den unteren Rücken, die Beckengelenke und den Beckenboden. Hormone lockern das Gewebe im Becken, um Flexibilität für die Geburt zu schaffen, während die Gebärmutter auf das Zwerchfell drücken kann. Dies kann sich durch Kurzatmigkeit oder ein Engegefühl im Brustkorb bemerkbar machen. Wie ein wahres Wunderwerk meistert der weibliche Körper die Schwangerschaft mit ihren Herausforderungen.
Körperliche Herausforderungen für Schwangere
Einfluss der Gebärmutter auf den Brustkorb:
Die wachsende Gebärmutter drückt das Zwerchfell nach oben, wodurch der Brustkorb sich ausweiten muss. Einschränkungen in der Beweglichkeit des Brustkorbs können Kurzatmigkeit und eine schnellere Erschöpfung begünstigen.
Veränderungen im Beckenbereich:
Elastizität und Beweglichkeit des Beckens: Hormonelle Einflüsse lockern die Bänder und Gelenke im Becken, um Platz für das Baby zu schaffen. Diese notwendige Flexibilität kann jedoch zu einer erhöhten Belastung des Beckenrings führen.
Beanspruchung des Beckenbodens: Der Beckenboden trägt das zunehmende Gewicht des Babys und muss elastisch genug sein, um sich während der Geburt anzupassen. Gleichzeitig kann die dauerhafte Belastung Spannungen und Druckgefühle verursachen.
Während der Schwangerschaft wächst und verändert sich der Körper auf bemerkenswerte Weise. Diese Anpassungen dienen dem heranwachsenden Baby, stellen jedoch auch eine Herausforderung für den Bewegungsapparat dar.
Belastung der Wirbelsäule und Rückenmuskulatur:
Um das zusätzliche Gewicht des Babybauches auszugleichen, verlagern einige schwangere Frauen den Oberkörper zusätzlich nach hinten. Dies kann die Lendenwirbelsäule und die Rückenmuskulatur stark beanspruchen. Gleichzeitig kippt das Becken nach vorne, was zu Spannungen und Beschwerden im unteren Rücken- und Beckenbereich führen kann.
Dehnung der Bauchmuskulatur:
Die Bauchmuskeln dehnen sich, um Platz für den wachsenden Uterus und das Baby zu schaffen. Insbesondere die geraden Bauchmuskeln können auseinander weichen (Rectus Diastase), was die Stabilität des Rumpfes beeinflussen kann.

Kompensationsmechanismen & Funktionsstörungen
Während der Schwangerschaft passt sich der Körper fortlaufend an die wachsenden Anforderungen an. Doch nicht immer können die natürlichen Kompensationsmechanismen des Körpers alle Belastungen ausgleichen. Spannungen, Bewegungseinschränkungen oder funktionelle Beschwerden können entstehen. Funktionsstörungen aus osteopathischer Sicht: Aus osteopathischer Sicht können Funktionsstörungen entstehen, wenn die Belastungen der Schwangerschaft die natürliche Anpassungsfähigkeit des Körpers überschreiten. Dazu zählen z. B. Beschwerden im Rücken, Becken oder Brustkorb, aber auch Spannungskopfschmerzen oder Kurzatmigkeit. Unterstützung durch Osteopathie: Mit sanften manuellen Techniken unterstützt die Osteopathie den Körper dabei, Spannungen zu lösen, die Beweglichkeit des Gewebes zu fördern und die Selbstregulation des Körpers anzuregen. Was erwartet Dich bei einer osteopathischen Behandlung?
Osteopathische Behandlung in der Schwangerschaft
Eine osteopathische Begleitung während der Schwangerschaft beginnt mit einem ausführlichen Gespräch, um Deine individuellen Bedürfnisse zu klären. Darauf folgt eine körperliche Untersuchung und Behandlung, die auf die besonderen Anforderungen Deines Körpers während der Schwangerschaft abgestimmt wird.
Vor der Schwangerschaft
Osteopathische Begleitung zur Unterstützung von Beweglichkeit und körperlicher Stabilität als Grundlage für eine Schwangerschaft – bei Kinderwunsch oder vor einer weiteren Schwangerschaft.
Für Frauen
Osteopathische Begleitung
bei Beckenboden- & Blasenbeschwerden, Menstruationsproblemen, nach Operationen und weiteren frauenspezifischen Anliegen – sanft und respektvoll begleitet.
Für Schwangere
Osteopathie während der Schwangerschaft: Unterstützung bei Rücken-, Becken- & anderen Schwangerschaftsbeschwerden sowie vor der Geburt – achtsam mit Blick für die Geburtsbereitschaft.
Nach der Geburt
Osteopathische Begleitung für Frauen nach der Geburt mit Themen des Beckenbodens oder Fehlhaltungen in der Stillzeit – mit Fokus auf Beweglichkeit und körperliche Stabilität.
Für Babys
Osteopathische Begleitung für Babys bei Spannungen, Asymmetrien oder Anpassungsprozessen nach einer herausfordernden Geburt – behutsam und mit viel Feingefühl.
Für Kinder
Kinderosteopathie – achtsame Begleitung in verschiedenen Entwicklungs- und Wachstumsphasen mit Blick für Bewegung, Balance und Selbstregulation.
Kontakt

Uns ist Qualität wichtig

Uns ist wichtig, dass Du Dich bei uns nicht nur gut aufgehoben, sondern auch fachlich kompetent begleitet fühlst. Deshalb sind wir Mitglied im hpO und VOD.
Beide Berufsvertretungen setzen sich für Qualität, Transparenz und kontinuierliche Weiterbildung in der Osteopathie ein. So bleiben wir für Dich fachlich und berufspolitisch auf dem neuesten Stand.

